Helvetia-Aktien geben nach Jahreszahlen deutlich nach

Die Aktien des Versicherers Helvetia sind am Montag mit deutlichen Verlusten in den Handel gestartet. In den Analystenkommentaren werden die Resultate mehrheitlich als solide bezeichnet und die Dividendenerhöhung gelobt. Einzelne Fragezeichen werden hinter die Gewinnentwicklung gesetzt. Am Markt ist von Gewinnmitnahmen die Rede, zumal die Titel im Vorfeld der Jahreszahlen neue Rekordmarken gesetzt haben.
13.03.2017 09:35

Die Helvetia-Aktien geben bis 9.30 Uhr um 3,9% auf 548,50 CHF nach. Gehandelt wurden bislang gut die Hälfte eines durchschnittlichen Tagesvolumens. Der Gesamtmarkt SPI steht derweil mit 0,1% im Plus.

In ersten Analystenkommentaren werden die Resultate insgesamt als "anständig", "solide" und "im Rahmen der Erwartungen" umschrieben. Baader Helvea hebt dabei die erhöhte Dividende positiv hervor und die UBS verweist auf schneller als erwartet realisierte Synergien aus den Übernahmen. Auch die Bestätigung der Zielsetzung bis 2020 wird von den Analysten begrüsst.

Bemängelt wird von einigen Experten die Entwicklung unter dem Strich. Beim Reingewinn etwa habe sich die nur geringe Steuerlast positiv ausgewirkt, schreibt etwa die ZKB. Hingegen sei die Kostenbelastung deutlich höher als erwartet ausgefallen.

Auch die Bank Vontobel moniert die Entwicklung beim Reingewinn. Zwar habe sich der zugrundeliegende Gewinn besser als prognostiziert entwickelt, allerdings seien auch die Integrationskosten höher ausgefallen. Mit Blick auf die Bewertung stuft der zuständige Analyst die Titel auf "Hold" von "Buy" zurück, belässt aber das Kursziel bei 580 CHF. Die Aktien hätten nach der starken Kursentwicklung sein Kursziel schon fast erreicht und würden nun mit einer Prämie zu den Schweizer Konkurrenten gehandelt, so die Begründung für die Rückstufung.

Auch die ZKB und die UBS haben die Titel mit "Marktgewichten" bzw. "Neutral" eingestuft. Baader Helvea empfiehlt die Titel weiterhin mit Buy zum Kauf.

an/ra

(AWP)