Helvetia lanciert Investitionfonds für Start-ups - Digitalisierung unterstützen

Das Versicherungsunternehmen Helvetia lanciert im Rahmen der Strategie einer stärkeren Digitalisierung einen eigenen Venture Fund für Investitionen in Start-up-Unternehmen. Über die nächsten Jahre will Helvetia über den neuen Fonds rund 55 Mio CHF in gut 25 Jungunternehmen investieren, wie der Versicherer am Mittwoch mitteilte. Verantwortlich dafür wird ein neu geschaffenes Ressort Digital Ventures.
11.01.2017 08:23

Der neue Venture Fund soll systematisch in Start-ups investieren, die zur digitalen Transformation des bestehenden Kerngeschäfts von Helvetia beitragen. Er werde einen "wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Strategie helvetia 20.20" leisten, wird CEO Philipp Gmür in der Mitteilung zitiert. Der Versicherer wird laut Mitteilung eine Fondsgesellschaft in Luxemburg gründen. Dabei arbeitet der Versicherer mit der St. Galler Firma b-to-v Partners zusammen. Die Investment-Entscheide würden jedoch von Helvetia gefällt.

Zum einen sollen die Mittel direkt in Start-ups aus dem Bereich InsurTech fliessen, also in Jungunternehmen, die in der traditionellen Wertschöpfungskette eines Versicherers tätig sind. Zum anderen soll der Fund aber auch in versicherungsfremde Start-ups investieren, wenn sich mit deren Geschäftsmodell eine unterstützende Brücke zum Geschäft von Helvetia schlagen lässt. Geografisch sollen die Investitionen primär in der Schweiz sowie in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Spanien erfolgen.

Der Helvetia Venture Fund ist Teil des Ressorts Digital Ventures im neu geschaffenen Bereich Unternehmensentwicklung. Dieser Bereich ist laut Mitteilung neu geschaffen worden, um die Umsetzung der Strategie helvetia 20.20 zu unterstützen und die unternehmensweiten Initiativen und Programme zu bündeln und voranzutreiben.

Die Führung der Unternehmensentwicklung übernimmt im Verlaufe des 1. Quartals 2017 Martin Tschopp, der neu zu Helvetia stösst. Der 52-jährige Tschopp war seit 2012 bei der Grossbank UBS tätig, wo er zuletzt Chief Operating Officer im Asset Management Schweiz war. Er hatte bereits von 2006 bis 2011 bei der Swiss Life gearbeitet.

tp/cf

(AWP)