Hilti in ersten acht Monaten des Jahres mit verringertem Wachstumstempo

Der Baugerätehersteller Hilti ist in den ersten acht Monaten des Jahres 2019 auf Wachstumskurs geblieben, dies allerdings mit gedrosseltem Tempo. Insgesamt habe die Marktdynamik etwas nachgelassen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Gewinnzahlen legten allerdings zweistellig zu.
20.09.2019 08:55

Der Umsatz des Liechtensteiner Konzerns stieg in den ersten acht Monaten des Jahren um 4,2 Prozent auf 3,9 Milliarden Franken. Im vergangenen Jahr war der Konzernumsatz noch um knapp 11 Prozent gewachsen. "Das wirtschaftliche Umfeld ist aufgrund der politischen Spannungen auf internationaler und lokaler Ebene nicht einfacher geworden", wird Konzernchef Christoph Loos in der Mitteilung vom Freitag zitiert.

In lokalen Währungen lag das Umsatzwachstum in den ersten acht Monaten bei 6,4 Prozent. Die negativen Währungseinflüsse hätten in den letzten Monaten zugenommen, unter anderem durch den erneut schwächeren Euro und die Abwertung des britischen Pfund, schrieb Hilti.

Trotz der negativen Währungseinflüsse und weiterer Investitionen stieg der Reingewinn um 11,2 Prozent auf 365 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (+11,1 Prozent auf 506 Millionen Franken) nahm ähnlich stark zu.

Wachstum in Europa und Amerika

Deutliche Wachstumsraten erreichte Hilti in den Geschäftsregionen Europa und Nordamerika, wo das Unternehmen den Umsatz um jeweils 7,1 Prozent in Lokalwährungen steigern konnte. Stark zulegen konnte auch Lateinamerika mit einem Plus von 9,4 Prozent, wozu vor allem die Erholung in Brasilien beigetragen habe.

Im Raum Asien/Pazifik erzielte der Liechtensteiner Konzern eine Zunahme um 4,7 Prozent, wobei er in Hongkong und Südkorea auf ein "schwieriges Umfeld" traf. Schwächer wuchs die Region Osteuropa/Mittlerer Osten/Afrika (+2,8 Prozent): Während Russland und die osteuropäischen Märkte das Wachstum antrieben, sei der Geschäftsgang in den Golfstaaten und der Türkei infolge der anhaltenden politischen Unsicherheiten schwierig geblieben.

Insgesamt rechnet die Gruppe vor dem Hintergrund der lokalen Herausforderungen in einigen Ländern und der internationalen Auseinandersetzungen in der Handelspolitik mit einem "zunehmend volatilen wirtschaftlichen Umfeld". Für das Gesamtjahr erwartet Hilti bei Umsatz und Profitabilität "Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich".

tp/

(AWP)

 
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