HLEE-Kapitalerhöhung verzögert sich wegen Handelsregister-Sperre

Die Abwicklung der laufenden Kapitalerhöhung der Highlight Event and Entertainment AG (HLEE) verzögert sich. Zurzeit bestehe nach wie vor eine Handelsregister-Sperre betreffend HLLE beim Handelsregister des Kantons Basel-Landschaft, so dass die Durchführung der Kapitalerhöhung, die Kotierung der neuen Aktien sowie der Vollzug nicht wie ursprünglich angekündigt abgewickelt werden könnten, teilte die im Bereich Event-Marketing tätige Gesellschaft am Freitagabend mit.
02.06.2017 19:45

HLEE zeigt sich aber optimistisch, dass die Sperre "relativ rasch" beseitigt werden kann. Sobald sie beseitigt sei, werde man die für die Kapitalerhöhung notwendigen Schritte veranlassen. Die definitive Anzahl neuer Aktien, das Datum der Kotierung und des Vollzugs würden bekannt gegeben, sobald sie feststünden, heisst es weiter.

Der Nettoerlös der Kapitalerhöhung wird den Angaben zufolge 12,2 Mio CHF betragen und soll hauptsächlich für Investitions- und Akquisitionszwecke verwendet werden, wobei auch ein öffentliches Angebot für eine Übernahme möglich sei. Unter der Voraussetzung einer gesicherten Finanzierung sei ein Angebot für die Aktien der Constantin Medien AG möglich. Eine endgültige Entscheidung hierzu sei jedoch noch nicht getroffen worden. Allfällig verbleibende Mittel sollen für die Sicherstellung der notwendigen Betriebsmittel und Liquiditätsreserven sowie für allgemeine Finanzierungszwecke verwendet werden.

KAMPF UM CONSTANTIN MEDIEN

Bei der Constantin Medien schwelt seit längerem ein Machtkampf zwischen Präsident Dieter Hahn und dem Schweizer Constantin-Aktionär und HLEE-Mehrheitsaktionär Bernhard Burgener, die beide etwa 30% an dem deutschen Unternehmen halten. Hahn möchte deren Filmsparte ("Der Name der Rose", "Fack ju Göhte") verkaufen, um die Expansion der Sportvermarktung zu finanzieren, Burgener lehnt das hingegen ab.

Der Konflikt ist auch Hintergrund für die HLEE-Handelsregister-Sperre, die von Dieter Hahn erwirkt wurde. Eine solche Sperre kann von jeder Person ohne Angaben von Gründen erwirkt werden. Wie ein Sprecher von HLEE am Freitagabend gegenüber AWP sagte, hält Hahn nur einen "verschwindend kleinen Anteil" von HLEE-Inhaberaktien. Er wolle damit die Kapitalerhöhung verhindern. Man werde aber jeden Verzögerungsschaden, der durch die Einsprache verursacht wird, einfordern, bestätige der Sprecher frühere Angaben von HLEE.

uh

(AWP)