Hochtief mit Umsatz- und Gewinnsprung

(Ausführliche Fassung) - Der Baukonzern Hochtief hat von besseren Margen und starken Auftragseingängen profitiert. Dabei half auch die Übernahme der australischen UGL durch die dortige Tochter Cimic. Im ersten Quartal legte der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn bei Hochtief um 30 Prozent auf 93,3 Millionen Euro zu, wie die mehrheitlich zum spanischen Baukonzern ACS gehörende Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg um knapp 17 Prozent auf 5,15 Milliarden Euro. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern.
10.05.2017 13:34

Der Auftragsbestand erreichte den höchsten Stand seit Beginn des Umbaus des Konzerns im Jahr 2013 und belief sich zum Ende der Berichtsperiode auf 45 Milliarden Euro. Dies ist ein Plus von 23 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang legte um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 7,4 Milliarden Euro zu. Zu den bedeutenden neuen Projekten zählen Milliardenaufträge zum Ausbau des Jacob K. Javits Convention Center in New York (1,4 Mrd. USD) und für die Erweiterung einer Autobahn und eines Bahnhofs in Amsterdam (1 Mrd. Euro).

Der Baukonzern habe starke Resultate vorgelegt, schrieb Analyst Norbert Kretlow in einer Studie vom Mittwoch. Eine positive Überraschung sei der Auftragseingang. Die Aktie legte zuletzt 1,14 Prozent zu. Zuvor hatte die Aktie ein neues Rekordhoch markiert. Viele Investoren setzen auf eine vollständige Übernahme durch den Grossaktionär ACS.

Hochtief-Chef Fernandez Verdes kündigte unterdessen an, auch nach seiner erwarteten Ernennung zum Geschäftsführer des spanischen Hochtief-Hauptaktionärs ACS seine Arbeit in Essen fortsetzen zu wollen. Der Spanier, der Ende 2012 nach Essen geschickt worden war, soll so hinter ACS-Präsident Florentino Perez zur Nummer zwei bei dem Bau- und Dienstleistungskonzern werden. Mittelfristig wird aber damit gerechnet, dass Fernandez Verdes an die ACS-Spitze aufrückt./stk/fbr

(AWP)