Hochtief verdient wegen der Corona-Krise weniger

Der Essener Baukonzern Hochtief hat im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie etwa weniger verdient. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sei in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um rund 7 Prozent auf 123,7 Millionen Euro zurückgegangen, teilte der MDax-Konzern am Dienstag in Essen mit. Rechne man den Beitrag aus der Finanzbeteiligung an dem spanischen Autobahnbetreiber Abertis heraus, dann sei der operative Nettogewinn um 10 Prozent gestiegen.
12.05.2020 14:00

"Im ersten Quartal lief der bei weitem überwiegende Teil des Betriebs an unseren Bau-, Bergbau- und Dienstleistungsstandorten trotz der Corona-Krise weiter", sagte Unternehmenschef Marcelino Fernández Verdes. Insgesamt schritten die Aktivitäten des Konzerns daher im Rahmen der erfolgten Einschränkungen weiter voran.

Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie rechnet Hochtief damit, dass weiter in den Märkten, wo Hochtief unterwegs ist, investiert wird. Hochtief habe in Nordamerika, in der Region Asien-Pazifik und Europa Zielobjekte im Wert von rund 600 Milliarden Euro identifiziert, hiess es weiter. Sobald das Unternehmen die Folgen der Corona-Krise in seinen Märkten besser abschätzen könne, werde es die Gewinnprognose für 2020 gegebenenfalls aktualisieren.

Im Februar bei Vorlage der Jahreszahlen 2019 hatte sich Fernandez Verdes für das laufende Jahr zuversichtlich gezeigt und für 2020 einen um Sondereffekte bereinigten Konzerngewinn von 690 bis 730 Millionen Euro angepeilt. Das wären bis zu rund neun Prozent mehr als im Vorjahr./mne/jha/

(AWP)

 
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