Hohe Abschreibungen drücken Vattenfall tief in die roten Zahlen

(Ausführliche Fassung)
21.07.2016 11:44

STOCKHOLM (awp international) - Hohe Abschreibungen und Preisdruck haben den schwedischen Energiekonzern Vattenfall im zweiten Quartal in den roten Zahlen gehalten. Allein im Zusammenhang mit dem Verkauf seiner Braunkohlesparte in der Lausitz an die tschechische EPH-Gruppe musste das Staatsunternehmen Wertminderungen in Höhe von 21,5 Milliarden schwedischen Kronen (rund 2,27 Mrd Euro) vornehmen. "Allerdings wären die negativen Auswirkungen noch deutlicher spürbar gewesen, wenn diese Anlagen im Unternehmen blieben und weiterbetrieben würden", sagte Vattenfall-Chef Magnus Hall.

Unter dem Strich machte Vattenfall im zweiten Quartal Verluste von rund 28,6 Milliarden schwedischen Kronen (rund 3 Mrd Euro). Auch der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht auf 34,5 Milliarden Kronen. "Die Geschäftssituation bleibt mit niedrigen Energiepreisen und so gut wie unveränderten Marktvolumen schwierig", sagte Hall einer Mitteilung vom Donnerstag zufolge.

Anfang des Monats hatte das schwedische Parlament grünes Licht für den Verkauf der Braunkohlesparte in der Lausitz gegeben. "Die Bestätigung des schwedischen Staates, dass er hinter dem Verkauf der Braunkohle-Aktivitäten in Deutschland steht, bedeutet, dass wir den Deal nun abschliessen können", erklärte Hall. Der Verkauf soll zum 31. August vollzogen werden.

Um den Konzern im Bereich der erneuerbaren Energien zu stärken, will Vattenfall in einen neuen Offshore-Windpark vor Aberdeen in Schottland investieren, wie das Unternehmen ankündigte./wbj/DP/jha

(AWP)