Home Depot enttäuscht trotz Umsatz- und Ergebnissprung

Der US-Baumarktkonzern Home Depot hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Umsatz- und Ergebnisrekord die eigenen Ziele nicht ganz halten können. Im neuen Jahr will Konzernchef Craig Menear Umsatz- und Ergebnis zwar nochmals steigern, wie Home Depot am Dienstag in Atlanta mitteilte. Allerdings nimmt sich das Management nun deutlich geringere Sprünge vor. Seine Anleger will der Konzern mit einem Aktienrückkauf im Umfang von bis zu 15 Milliarden Dollar bei der Stange halten.
26.02.2019 13:26

Home Depot hatte im vergangenen Jahr mehrfach seine Prognosen hochgeschraubt. Im vierten Quartal hatte der Konzern jedoch mit der Kältewelle in den USA und dem Stillstand der US-Regierung zu kämpfen, wodurch der Konzern den Erwartungen des Marktes hinterherhinkte. Im gesamten Geschäftsjahr, das bis Ende Januar lief, hatte der Konzern insgesamt 108,2 Milliarden Dollar umgesetzt, das waren 7,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auf vergleichbarer Basis betrug das Plus 5,2 Prozent, ähnlich stark war auch das Wachstum im Heimatmarkt. Laut Menear zahlten sich dabei auch die strategischen Investitionen von Ende 2017 aus. Unter anderem hatte Home Depot die Produktivität verbessert und bietet seinen Kunden zudem mehr lokale und innovative Produkte an.

Der Gewinn je Aktie (EPS) kletterte trotz Abschreibungen auf bestimmte Handelsmarken um ein Drittel auf 9,73 Dollar. Unter dem Strich stand ein Gewinnanstieg um 29 Prozent auf 11,12 Milliarden Dollar.

Im neu angelaufenen Geschäftsjahr ist nunmehr ein Umsatzplus von 3,3 Prozent angepeilt und von 5 Prozent auf vergleichbarer Basis. Das Ergebnis je Aktie soll um 3,1 Prozent auf 10,03 Dollar ansteigen. Die Mittelfristziele bis 2020 wurden bekräftigt./tav/jsl/jha/

(AWP)

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