Huber+Suhner-Aktien ziehen nach Auftrag aus der Automobilindustrie kräftig an

Die Aktien von Huber+Suhner ziehen am Freitag kräftig an. Unterstützt werden die Papiere der in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik aktiven Gesellschaft von einem Auftrag aus der Automobilindustrie. Der chinesische Fahrzeughersteller Geely hat das Unternehmen mit den beiden Hauptsitzen in Pfäffikon und Herisau als Tier-1-Lieferant für eine Plattform von dessen neuster Elektrofahrzeuggeneration ausgewählt.
19.10.2018 10:38

H+S wird dazu Hochspannungs-Verbindungsprodukte liefern, ausserdem wurde das Unternehmen bereits für zwei weitere Plattformprogramme, die mit den Marken Volvo und Lync & CO geteilt werden sollen, als Lieferant nominiert. Diese Umsätze dürften zwar erst mittelfristig wirksam werden, dann aber ins Gewicht fallen.

Die Aktie steht um 10.25 Uhr 4,4 Prozent höher bei 70,50 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) verzeichnet ein Minus von 0,08 Prozent.

Der Auftrag zeuge von der hohen Dynamik im Geschäft von H+S, auch wenn die Grössenordnung der Zusammenarbeit mit Geely noch nicht abschätzbar sei, heisst es in einem Kommentar der Zürcher Kantonalbank. Offenbar zeitige die Wachstumsinitiative von H+S im Bereich Elektrofahrzeuge Erfolge.

Für Baader Helvea ist die Nominierung als Tier-1-Lieferant im Bereich Hochspannung durch Geely für H+S ein Durchbruch bei der Umsetzung der strategischen Wachstumsinitiative im Bereich E-Mobilität. Die Nachricht sei sehr positiv zu werten, so das Institut in einer Kurzeinschätzung. Auf mittlere und längerfristige Sicht eröffne sich für H+S damit weiteres Aufwärtspotential.

Baader Helvea traut H+S auf mittlere und längere Sicht im Bereich Hochspannungs-Kabelsysteme für die Automobilindustrie einen Anteil am globalen Markt von bis zu 10 Prozent zu, denn H+S könnte nun auch Lieferant von Elektrofahrzeug-Herstellern in Europa oder Nordamerika werden. Das Umsatzpotential für H+S aus diesem Geschäft beziffert Baader Helvea auf bis zu 100 Millionen Franken oder über 10 Prozent des Gruppenumsatzes. Und da sich die Produkte nicht grundsätzlich von denjenigen für die Bahnindustrie unterscheiden würden, ergebe sich mit dem diversifizierten Produktportfolio eine bessere Auslastung der bestehenden Werke.

cf/yr

(AWP)