Hurrikan 'Irma': Forscher schätzen Schäden auf 10 Milliarden Dollar

Hurrikan "Irma" hat nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Karibik bislang Schäden von rund 10 Milliarden Dollar verursacht. "Gemessen an der Schadenssumme war dies der schlimmste Sturm in der Karibik aller Zeiten", sagte James Daniell vom "Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology" (CEDIM) am Freitag in Karlsruhe. Besonders schwer seien die Überseegebiete Grossbritanniens, Frankreichs und der Niederlande getroffen worden. "Irma" habe bis zu 50 Prozent aller Güter auf der Insel Barbuda zerstört. Allein auf Sint Maarten und Saint Martin wird der Schaden auf rund vier Milliarden Dollar geschätzt.
08.09.2017 14:43

Die Bilanz wurde mithilfe eines Risikoschadenmodells erstellt, bei dem die direkten ökonomischen Schäden nach einer Naturkatastrophe berechnet werden. Grundlage dafür ist eine Datenbank mit 60 000 Einträgen. Seit 1900 gehen demnach 19 Prozent der gesamten Wirtschaftsschäden von sieben Billionen Dollar auf Stürme zurück.

"Irma" ist ein Hurrikan der höchsten Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde./ngu/DP/stk

(AWP)