Hurrikan 'Irma' legt US-Autoproduktion teilweise lahm

(Ausführliche Fassung) - Hurrikan "Irma" trifft auch die im Süden der USA angesiedelte Autoindustrie. Die beiden südkoreanischen Hersteller Kia und Hyundai schliessen ihre Werke in der Region vorübergehend. In den Fabriken der deutschen Hersteller läuft die Produktion dagegen überwiegend weiter - hier dürfte der Sturm nicht mehr mit voller Stärke zuschlagen. Über Festland verlieren Hurrikane Energie.
11.09.2017 16:34

Im Süden der USA haben sich zahlreiche, vor allem ausländische Autobauer angesiedelt. Dagegen liegt das Stammgebiet der drei US-Hersteller General Motors, Ford und Fiat Chrysler im Norden rund um Detroit.

Sprecher von Volkswagen und BMW erklärten auf Nachfrage, ihre Werke seien nicht vom Sturm betroffen. Volkswagen produziert in Tennessee, BMW in South Carolina.

Ein Daimler-Sprecher erklärte, in den betroffenen Gebieten seien alle Büros, Logistikcenter sowie die Van-Fertigung in der Küstenstadt Charleston im Bundesstaat South Carolina vorübergehend geschlossen worden. Die Produktion im Pkw-Werk in Alabama laufe normal weiter.

Hyundai hatte zuvor erklärt, das Werk in Alabama am Nachmittag (Ortszeit) für 48 Stunden zu schliessen. Die Schwestergesellschaft Kia kündigte an, ihre Produktion in Georgia bereits am Morgen für 24 Stunden herunterzufahren.

Hurrikan "Irma" ist über Florida hinweg gezogen und hat schwere Überflutungen mit sich gebracht. Der Sturm riss in vielen Teilen des US-Bundesstaates Dächer von Häusern und kappte Stromleitungen. Nun richten sich die Blicke auf die Ostküste Floridas und die weiter nördlich gelegenen Küsten Georgias und South Carolinas. Mittlerweile zum tropischen Sturm herabgestuft, drückte "Irma" Wassermassen hüfthoch in die Stadt Jacksonville und bedrohte auch Orte wie Savannah oder Charleston.

Das Hurrikanzentrum berichtete, "Irma" werde bis Dienstag mit 30 Kilometern pro Stunde Richtung Georgia ziehen und am Dienstag Alabama erreichen. Dort wird sich der Sturm weiter abschwächen. /mne/das/nas

(AWP)