Hypo Lenzburg im ersten Semester mit knapp gehaltenem Ergebnis

Die Hypothekarbank Lenzburg hat im ersten Halbjahr 2017 das Ergebnis des Vorjahres knapp gehalten. Der Reingewinn lag mit 9,9 Mio CHF auf dem Niveau des Vorjahres. Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung der Bank ging mit 12,3 Mio CHF (VJ 12,4 Mio) leicht zurück. Den Erfolg aus dem Zinsengeschäft - als wichtigste Ertragsquelle - konnte die Aargauer Regionalbank ausbauen, wie sie am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte.
12.07.2017 18:40

Im Zinsgeschäft erreichte die Bank einen Netto-Erfolg von 27,2 Mio CHF (VJ 26,2 Mio). Dabei profitierte die Hypo Lenzburg von einem deutlich verringerten Zinsaufwand. Dies sei unter anderem mit der Umplatzierung von verhältnismässig hochverzinsten Passivgeldern aus der zweiten Säule in Vermögensverwaltungsmandate erreicht worden, heisst es in der Mitteilung.

Die Massnahmen hätten gleichzeitig auch eine positive Auswirkung auf die Kommissions- und Dienstleistungserträge gezeigt, die auf 6,3 Mio CHF (VJ 5,6 Mio) anstiegen. Die vom HBL Asset Management verwalteten Vermögenswerte hätten dabei auf über 0,5 Mrd CHF gesteigert werden. Im Handelsgeschäft resultierte ein Ertrag von 1,6 Mio CHF (VJ 1,4 Mio).

Wegen des Ressourcenausbaus legte allerdings auch der Geschäftsaufwand mit 21,8 Mio CHF (VJ 20,0 Mio) zu. Die gestiegenen Kosten seien sowohl auf den Personal- als auch den Sachaufwand entfallen. Sie trügen dazu bei, die Digitalisierungsstrategie, die Videokommunikation sowie die Ertragsdiversifikation weiter voranzutreiben.

Erstmals in ihrer Geschichte stieg die Bilanzsumme der Hypothekarbank Lenzburg AG auf über 5 Mrd CHF. Dazu beigetragen habe hauptsächlich das weitere Wachstum in den Kundenausleihungen, die um 106 Mio auf neu 4,0 Mrd CHF anstiegen. Der Grossteil entfiel dabei auf Hypotheken, während die Kreditnachfrage der Unternehmens- und Gewerbekunden nach wie vor "verhalten" erscheine. Die Kundengelder gingen dagegen im ersten Semester insgesamt zurück, so beliefen sich die Kundenausleihungen auf 3,54 Mrd CHF (VJ 3,57 Mrd).

Für das Gesamtjahr zeigt sich die Bank insgesamt zurückhaltend. Die Ertragsentwicklung im Zinsdifferenzgeschäft dürfte auch im zweiten Halbjahr herausfordernd bleiben, heisst es. Weitere Fortschritte streben die Bank dagegen im indifferenten Geschäft an: Dies umfasst sowohl das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft als auch die Lizenz- und Serviceeinnahmen von Drittbanken und anderen Finanzdienstleistern.

tp/ys

(AWP)