Hypo Lenzburg mit leicht höherem Reingewinn im ersten Semester

(Ergänzt um mehr Details)
07.07.2016 20:10

Lenzburg (awp) - Die Hypothekarbank Lenzburg hat im ersten Halbjahr 2016 den Geschäftserfolg gesteigert und etwas mehr Gewinn erzielt. Ausleihungen und Kundegelder stiegen an, während der Erfolg aus dem Zinsgeschäft stagnierte.

Der Geschäftserfolg legte 5,1% auf 12,4 Mio CHF zu und der Reingewinn 2,4% auf 9,9 Mio. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft - als wichtigste Ertragsquelle - konnte dank des Volumenwachstums beinahe gehalten werden, wie das Institut am Donnerstagabend mitteilt. Er erreichte 26,2 Mio CHF nach 26,4 Mio im Vorjahr.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank dagegen um 4,1% auf 5,6 Mio. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft verbesserte sich markant um 67% auf 1,4 Mio.

Sogenannte indifferente Erträge - zwecks Ertragsdiversifikation - stiegen um 21% auf 9,2 Mio CHF. Beigetragen hätten Erträge aus den Lizenzen und Servicedienstleistungen für die Bankensoftware "Finstar", die anderen Banken und Finanzdienstleistern angeboten wird. Der Anteil der zinsunabhängigen Erträge an den Gesamterträgen stieg auf 26%.

KEINE NEGATIVZINSEN FÜR KUNDEN

Die Ausleihungen wuchsen "getrieben von einer unvermindert regen Bautätigkeit im Geschäftsgebiet" um 2,7% auf einen Gesamtwert von 3,9 Mrd CHF. Finanziert werden hauptsächlich selbstgenutzte Wohnliegenschaften sowie Wohnrenditeobjekte.

Die Kundengelder stiegen um 1,1% auf 3,7 Mrd. Höhere Bestände verzeichneten Unternehmens- und Privatkonten. Bei Spar- und Anlagekonten wurden hingegen stagnierende Bestände beobachtet, und Vorsorgegelder in Kontoform wurden vermehrt in Wertschriftenanlagen unplatziert. Bestände in Kassenobligationen konnten ausgebaut werden.

Der Geschäftsaufwand verzeichnete indes eine Zunahme von 3,4% auf 20 Mio. Im ersten Halbjahr sei der Personalbestand leicht ausgebaut worden - hauptsächlich für Kommunikation und Digitalisierung, so die Bank.

Hypo Lenzburg achtet darauf, den von der SNB festgelegten Schwellenwert einzuhalten, um keine Negativzinsen entrichten zu müssen. "Demgemäss konnten wir bislang davon absehen, Negativzinsen an unsere Kunden weiter zu belasten", heisst es.

Zur Refinanzierung des langfristigen Ausleihungsgeschäfts seien weitere Pfandbriefdarlehen aufgenommen. Gemessen an der Bilanzsumme beträgt das Eigenkapital 9,2% und die Quote des regulatorischen Eigenkapitals beläuft sich auf über 20%.

NEUE DIGITALE PRODUKTE

Der digitale Vertrieb wird zudem laufend ausgebaut: Mit dem Finanztool (neu als Mobile-App), TWINT und hypicash.ch seien im ersten Semester drei neue Produkte eingeführt worden. Im zweiten Halbjahr soll eine regionale Crowdfunding-Plattform sowie ein Planungstool für Unternehmenskunden (hypiplan.ch) lanciert werden.

Die unverändert tiefen Zinsen stellten für das Zinsdifferenzgeschäft auch in Zukunft eine Herausforderung dar, heisst es ausserdem mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf. Für das Gesamtjahr zeigt sich die Bank aber trotz des Niedrigzinsumfeldes und der Unsicherheiten durch den Brexit zuversichtlich. Dank des Geschäftsmodells sei man "gut gerüstet", um "künftige Herausforderungen zu meistern".

yr/ys

(AWP)