Hypotheken-Streit in USA: RBS muss weitere 3,1 Milliarden Pfund zurückstellen

Die verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) muss mal wieder eine Sonderbelastung in Milliardenhöhe verkraften. Dieses Mal stellte die Bank weitere 3,1 Milliarden Pfund für die erwarteten Kosten für die Beilegung eines seit Jahren anhaltenden Rechtsstreits im Zusammenhang mit krummen Geschäften mit Hypothekenpapieren in den USA zurück. In den vergangenen Tagen wurde bereits in einigen Berichten über die erneute Belastung spekuliert. Die gesamte Vorsorge für den Hypothekenstreit in den USA betrage jetzt 6,7 Milliarden Pfund, teilte das Institut am Donnerstag in London mit. Mit der neuen Milliardenbelastung steuert die Bank auf den neunten Jahresverlust in Folge zu.
26.01.2017 08:42

Bis Ende September hatte die Bank bereits ein Minus von 2,5 Milliarden Pfund verbucht. Die jetzt veröffentlichten 3,1 Milliarden Pfund werden im vierten Quartal verbucht. Das dürfte einmal mehr die operativen Fortschritte, die Bankchef Ross McEwan immer wieder für sich proklamiert, einmal mehr als aufzehren. Neben den hohen Kosten für Rechtsstreitigkeiten musste die Bank in den vergangenen Jahren immer wieder Milliarden auf faule Wertpapiere oder Kredite abschreiben, hohe Kosten für den Konzernumbau verdauen oder Kunden Entschädigungen für fehlerhafte Beratung bei Restschuldversicherungen zahlen./zb/stb

(AWP)