Image-Probleme in China lassen Hyundai-Gewinn zusammenschmelzen

Hyundai bekommt seine Schwierigkeiten in China nicht in den Griff. Weiter rückläufige Verkaufszahlen in der Volksrepublik trugen massgeblich dazu bei, dass sich der Reingewinn des südkoreanischen Autobauers im zweiten Vierteljahr auf umgerechnet rund 693 Millionen Franken (817 Milliarden Won) halbierte.
26.07.2017 09:28

Das teilte Hyundai am Mittwoch mit. Der Konzern legte damit bereits das 14. Quartal in Folge beim Gewinn den Rückwärtsgang ein. In China hat Hyundai vor allem mit Image-Problemen zu kämpfen.

So ächzt der VW-Konkurrent auf seinem grössten Markt weiter unter den Folgen von Boykottaufrufen gegen südkoreanische Marken, mit denen die Pekinger Führung auf die Stationierung eines US-Raketenabwehrsystems in Südkorea reagierte.

Hyundai hatte darauf gehofft, dass sich das China-Geschäft und damit die Ertragslage insgesamt langsam wieder verbessert. Doch in der ersten Jahreshälfte brach der Absatz in China um 29 Prozent ein.

Dagegen hatten gerade die japanischen Rivalen Honda und Toyota sowie der US-Konzern GM für Juni steigende Verkaufszahlen vom weltgrössten Automarkt gemeldet. Für die Südkoreaner verschärfte sich die Lage noch zusätzlich, weil sie in der Volksrepublik vor allem Limousinen anbieten - während bei den chinesischen Kunden aber Geländewagen immer beliebter werden.

Eine ähnliche Fehleinschätzung wurde Hyundai auch in den USA zum Verhängnis, wo der Schwesterkonzern Kia mit seinem wichtigsten Limousinen-Modell trotz Kaufanreizen nicht bei den schon lange von SUVs begeisterten Kunden landen konnte. Hyundai und Kia belegen zusammen im Ranking der weltgrössten Autoproduzenten derzeit Platz fünf.

(AWP)