Immobilienboom treibt LEG weiter an

Der Immobilienkonzern LEG hat in den ersten neun Monaten von höheren Mieteinnahmen und Zukäufen profitiert. Bis Ende September legte der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO I) um 7,5 Prozent auf 226 Millionen Euro zu, wie LEG am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Die Nettokaltmieten kletterten um 4,5 Prozent auf 398 Millionen Euro. Allerdings kann LEG bei rund 30 Prozent seiner Wohnungen nur bedingt die Mietpreise erhöhen, da sie beim Bau vom Land finanziell gefördert wurden.
10.11.2017 09:40

Die Aktie gab am Morgen um 0,63 Prozent nach. Allerdings hatte das Papier seit Ende Oktober wieder deutlich an Wert gewonnen, nach dem es Mitte des Monats kräftig Federn lassen musste.

Der Konzerngewinn betrug 458,0 Millionen Euro, nach 86,0 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Hier machte sich eine Neubewertung der Immobilien bemerkbar. Und im vierten Quartal soll das Immobilienportfolio um weitere 450 bis 550 Millionen Euro aufgewertet werden.

"Auch für die Zukunft sehen wir perspektivisch noch deutliches Potenzial für internes und externes Wachstum", sagte Unternehmenschef Thomas Hegel. Um von der starken Nachfrage nach Wohnraum in den Grossstädten zu profitieren, will auch LEG wie Konkurrent Vonovia auf eigenen Grundstücken neue Wohnungen errichten. Zudem kaufte LEG in den ersten neun Monaten rund 3500 Wohnungen hinzu, davon viele in Düsseldorf.

Die erst zum Halbjahr erhöhten Gewinnziele für das laufende und kommende Jahr bestätigte das Unternehmen. Demnach erwartet LEG einen operativen Gewinn (FFO I) Zwischen 290 bis 295 Millionen Euro. Im kommenden Jahr soll die Kennzahl auf 315 bis 323 Millionen Euro steigen und 2019 wird mit 338 bis 344 Millionen Euro gerechnet. Mit rund 130 000 vorwiegend in Nordrhein-Westfalen gelegenen Mietwohnungen zählt die LEG zu den grössten deutschen Immobilienunternehmen./mne/stb/she

(AWP)