Implenia will bis zu 150 Stellen in Graubünden streichen

Umbau beim Baukonzern Implenia: Das Unternehmen will im Kanton Graubünden mehrere lokale Produktionseinheiten schliessen. Bis Ende Jahr will der Konzern sich aus dem Strassen-, Tief- und Hochbau an den Standorten Chur, Davos, Zernez, St. Moritz und Sils zurückziehen. Bis zu 150 Angestellte könnten den Job verlieren.
04.05.2021 19:25

Als Grund für die Restrukturierung nennt Implenia die Strategie des Unternehmens. Man wolle sich künftig auf die Entwicklung, Planung und Realisation von grösseren, komplexen Immobilien- und Infrastrukturprojekten fokussieren. In der Realisation solcher Vorhaben werde künftig aber vermehrt mit lokalen Subunternehmern zusammengearbeitet.

Dafür sollen in Graubünden eigene lokale Produktionseinheiten geschlossen werden. Das entsprechende Geschäft im Strassen-, Tief- und Hochbau sei im Kanton stark lokal geprägt und umfasse meist sehr kleine Projekte. Es bestünden zudem Überkapazitäten, was zu einem grossen Konkurrenzdruck führe. Aus diesen Gründen ziehe sich Implenia aus diesen Geschäftsbereichen zurück.

Abbau von bis zu 150 Stellen

Mit dem Umbau ist auch ein Abbau von Stellen verbunden. Bis zu 150 Mitarbeitenden droht der Gang aufs RAV. Der Konzern habe nun ein Konsultationsverfahren gestartet, ein Sozialplan solle ausgearbeitet werden. Ziel sei es, für die rund 150 Angestellten Anschlusslösungen wie eine Weiterbeschäftigung innerhalb von Implenia oder eine Transfermöglichkeit zu einem neuen Arbeitgeber zu finden.

Bei Syna stösst der Schritt des Baukonzerns auf Unverständnis. Wie die Gewerkschaft in einer Mitteilung schreibt, verurteilt sie den Schritt. Die "krassen" Abbaumassnahmen seien angesichts der Auftragslage absolut unverständlich, heisst es in einem Communiqué. Die Gewerkschaft fordere deshalb, dass allen vom Abbau betroffenen Bauarbeitenden eine Stelle zugesichert werde.

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(AWP)