Industrielle Werke Basel 2016 mit mehr Gewinn aus weniger Umsatz

Die Industriellen Werke Basel (IWB) haben 2016 besser rentiert: Der Gewinn stieg stark, obwohl der Umsatz leicht sank. Für den Kanton Basel-Stadt als IWB-Eigentümer schaute eine markant höhere Gewinnbeteiligung heraus.
15.05.2017 10:16

Die IWB werten ihr Ergebnis 2016 in einem Communiqué vom Montag als "solide". Die so genannte Betriebsleistung als Umsatzgrösse sank gegenüber dem Vorjahr um 3% auf 727 Mio CHF. Der Jahresgewinn multiplizierte sich von 23 Mio auf 107 Mio CHF. Geänderte Berechnungsweisen erschweren jedoch den direkten Vergleich.

Klar zugelegt hat indes die Gewinnausschüttung an den Stadtkanton, die um 87% auf 37 Mio CHF stieg. Insgesamt wird die Nettowertschöpfung der IWB für den Kanton im vergangenen Jahr auf 51 Mio beziffert. Die IWB beschäftigten Ende Jahr 826 Angestellte, fünf Personen mehr als 2015.

Der kühle Winter hatte die Nachfrage nach Fernwärme und Erdgas angeheizt: Der Fernwärmeabsatz stieg um 8% auf 1034 Gigawattstunden (GWh) und der Erdgasverkauf um 4% auf 2946 GWh. Auf die Erträge schlug dies gemäss Mitteilung jedoch nicht durch, weil Tarife und Preise gesenkt wurden.

Der Stromverkauf sank hingegen markant um 17% auf 1065 GWh. Die Strom-Erträge gaben derweil nur 5% nach. Die IWB begründen dies mit schlechteren Windverhältnissen für ihre europäischen Anlagen, mit weiter gefallenen Marktpreisen und mit Deckungsdifferenzen bei den Netzkosten.

Ebenfalls leicht tiefer als im Vorjahr war der Trinkwasserverkauf: Dieser sank um 3% auf 28,3 Mio Kubikmeter.

Angesichts der Zahlen von 2016 sehen sich die IWB "auf solider Basis" für die herausfordernde Zukunft. Die Bruttoinvestitionen von 139 Mio CHF wurden jedenfalls erneut vollständig selbst finanziert. Davon flossen 100 Mio in die Netzinfrastruktur.

cf/

(AWP)