Industrieproduktion in der Eurozone überraschend gesunken

In der Eurozone ist die Industrieproduktion im Februar nach einem stärkeren Jahresauftakt wieder gesunken. Mit ausschlaggebend war ein kräftiger Rückgang der Energieproduktion. Insgesamt sei die Fertigung um 0,3 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem leichten Zuwachs um 0,1 Prozent gerechnet.
11.04.2017 11:01

Ausserdem revidierte Eurostat den Produktionszuwachs im Januar vergleichsweise stark nach unten. Demnach habe es zum Jahresauftakt nur einen Anstieg um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gegeben. Zuvor war noch Plus von 0,9 Prozent gemeldet worden.

Der Februar-Rückgang im Monatsvergleich erklärt sich vor allem mit einem Einbruch der Energieproduktion um 4,7 Prozent. Auch die Fertigung von Verbrauchsgütern ging mit 1,1 Prozent überdurchschnittlich stark zurück. Dagegen blieb die Produktion von Gebrauchsgütern unverändert, während die Fertigung von Investitions- und Vorleistungsgütern höher ausfiel als im Monat zuvor.

Von denjenigen Mitgliedstaaten, für die Februar-Daten vorliegen, verzeichneten Irland (-15,5 Prozent) und Frankreich (-1,6 Prozent) die stärksten Rückgänge im Monatsvergleich. Die stärksten Zuwächse gab es dagegen in den Euro-Ländern Slowenien (+3,6 Prozent) und Lettland (+3,2 Prozent).

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat legte die Produktion in der Eurozone im Februar laut Eurostat um 1,2 Prozent zu. Erwartet worden war ein Anstieg um 1,9 Prozent.

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(AWP)