Infrarot-Boom sorgt bei Osram für Lieferengpässe

Der Lichtkonzern Osram hat alle Hände voll zu tun, die grosse Nachfrage nach Infrarot-LED für Autos und Handys zu erfüllen. "Bei den Infrarotdioden ist die Nachfrage so gut, dass wir Lieferschwierigkeiten haben", sagte Konzernchef Olaf Berlien am Mittwoch in München. Dank des Produktionsausbaus werde sich die Situation in den kommenden Monaten aber zusehends entspannen.
03.05.2017 10:52

Bereits am Vorabend hatte das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr (30. September) nach oben geschraubt. Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Portfolio- und Währungseffekte, im Jahresvergleich um knapp zehn Prozent auf 1,05 Milliarden Euro.

Nach Steuern verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal im fortgeführten Geschäft 79 Millionen Euro. Der Vorjahreswert von 95 Millionen Euro war durch Einmaleffekte geprägt. Osram hatte im vergangenen Jahr das traditionelle Lampengeschäft verkauft.

Infrarot-Technologie wird zum Beispiel bei Regensensoren und Abstandsmessern in Autos oder bei Iris-Scannern in Handys eingesetzt./csc/DP/stb

(AWP)