ING kommt weiter gut durchs Zinstal - Gewinn steigt trotz höherer Personalkosten

Die niederländische Grossbank ING hat trotz gestiegener Personalkosten und der anhaltende niedrigen Zinsen im Euroraum etwas mehr verdient. Der Überschuss im fortgeführten Geschäft sei um rund ein Prozent auf 1,37 Milliarden Euro gestiegen, teilte die im EuroStoxx 50 notierte Bank am Mittwoch in Amsterdam mit. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten hatten mit einem Ergebnis in dieser Grössenordnung gerechnet.
02.08.2017 07:27

Dank eines regen Neugeschäfts konnte der Überschuss im Zinsgeschäft trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase leicht gesteigert werden. Die Personalkosten zogen im zweiten Quartal um vier Prozent auf 1,31 Milliarden Euro an. Dies konnten die Niederländer durch eine deutlich reduzierte Risikovorsorge kompensieren.

In Deutschland verdiente die Niederländer mit ihrer Tochter ING-Diba und der Baufinanzierungsplattform Interhyp im zweiten Quartal weniger. Der Gewinn vor Steuern und im fortgeführten Geschäft fiel um fast ein Viertel auf 214 Millionen Euro. Dies lag unter anderem an höheren Personalkosten und daran, dass die ING im Vorjahresquartal einen hohen Einmalerlös aus dem Verkauf von Visa-Aktien hatte./zb/fbr

(AWP)