Insulinhersteller Novo Nordisk kämpft weiter mit schwachem Dollar

Der dänische Insulinhersteller Novo Nordisk muss weiter mit dem schwachen Dollar kämpfen. Im zweiten Quartal rutschte der operative Gewinn um 9 Prozent auf 12,2 Milliarden Dänische Kronen (1,6 Mrd Euro) ab, wie der Konzern am Mittwoch in Bagsvaerd mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit etwas mehr Gewinn gerechnet. Auch wenn die Dänen aufs Jahr gesehen nun etwas optimistischer sind, was die Wechselkursschwankungen angeht - unter dem Strich werden die Gewinne aus Währungssicherungsgeschäften etwas schmaler ausfallen als bisher gedacht.
08.08.2018 08:41

Der Umsatz lag zwischen April und Ende Juni mit 27,4 Milliarden Kronen 4 Prozent unter dem Wert aus dem Vorjahr. Novo Nordisk ist auf Diabetesmittel wie Insulin spezialisiert und macht rund die Hälfte seines Geschäfts in Nordamerika, was bei der Umrechnung in die stärkere Krone die Erlöse schmälert.

Wegen steigender Vertriebskosten fiel die operative Marge um 2,2 Prozentpunkte auf 44,5 Prozent. Unter dem Strich stieg der Gewinn allerdings um 4 Prozent auf 10,3 Milliarden Kronen, weil Novo Nordisk ein Fünftel weniger Steuern zahlen musste.

Nach wie vor rechnet das Unternehmen 2018 mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent und beim operativen Ergebnis mit einem Anstieg von 2 bis 5 Prozent. Die Wechselkurse sollten nicht mehr so sehr bremsen wie noch im Mai gedacht, beim operativen Ergebnis dürften sie nun 7 Prozentpunkte Wachstum kosten statt 9. Die Währungssicherungsgeschäfte werden aber aufs Jahr gesehen nur noch einen Gewinn von 0,9 Milliarden Kronen abwerfen und damit 1 Milliarde weniger als gedacht./men/she

(AWP)