Internetportale lassen ProSiebenSat.1 weiter kräftig wachsen

(Ausführliche Fassung) - Starke Geschäfte im Internet haben den Medienkonzern ProSiebenSat.1 2016 erneut kräftig wachsen lassen. Der Umsatz erreichte im zurückliegenden Jahr mit knapp 3,8 Milliarden Euro einen weiteren Rekordwert und auch beim Gewinn ging es deutlich aufwärts, wie ProSiebenSat.1 am Donnerstag in München mitteilte. Mit den Zahlen erfüllte der Konzern die Erwartungen der Experten und liegt nach eigenen Angaben auf gutem Kurs, die erst im vergangenen Herbst erhöhten Ziele für 2018 zu erreichen.
23.02.2017 08:46

Entscheidender Wachstumstreiber war das Segment Digital Ventures & Commerce, hierzu zählen etwa das Vergleichsportal Verivox und das Online-Flugreiseportal Etraveli. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern 47 Prozent des Konzernumsatzes ausserhalb des TV-Werbegeschäfts. Bis 2018 soll dieser Wert auf über 50 Prozent steigen. Die TV-Werbeeinnahmen konnten 2016 ebenfalls zulegen. Die externen Umsätze in dem Geschäftsbereich stiegen um drei Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Gestützt auf zahlreiche Zukäufe im Digitalbereich peilt der Dax-Konzern im laufenden Jahr ein deutliches Wachstum an. Der Umsatz soll 2017 mindestens im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Beim operativen Ergebnis wird ein weiterer Anstieg erwartet. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten erwarten derzeit einen Umsatzanstieg von etwas mehr als zehn Prozent und ein leichtes Gewinnplus.

Im vergangen Jahr kletterte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um zehn Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 444 Millionen Euro als Gewinn übrig und damit 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Aktionäre sollen eine um 10 Cent auf 1,90 Euro erhöhte Dividende erhalten.

Experten hatten mit Ausblick, Dividende und Ergebnis in dieser Grössenordnung gerechnet. Die Aktie bewegte sich dementsprechend vorbörslich kaum. Das Papier steht seit der Aufnahme in den Dax im vergangenen März unter Druck. Trotz einer leichten Erholung in den vergangenen Wochen sank der Börsenwert des Unternehmens seitdem um knapp 14 Prozent auf rund 9 Milliarden Euro./ees/zb/fbr

(AWP)