Intesa Sanpaolo zum Kauf von Teilen der Veneto-Banken bereit

Die italienische Grossbank Intesa Sanpaolo ist zu einer Übernahme von Teilen der Krisenbanken Popolare di Vicenza und Veneto Banca bereit. Das gelte aber nur für die gesunden Teile der Banken und auch nur wenn Bedingungen erfüllt würden, erklärte Intesa am Mittwoch nach einer Sitzung des Verwaltungsrats.
21.06.2017 16:45

Intesa will zudem nur einen symbolischen Preis bezahlen. Die Geldhäuser leiden unter einem Berg an faulen Krediten, die Intesa aber nicht übernehmen will. Auch nachrangige Anleihen und Hochrisikokredite sollten nicht bei Intesa landen.

Italien bemüht sich seit Monaten um eine Rettung der beiden venezianischen Banken. Die Regierung in Rom will mit aller Macht verhindern, dass die neuen europäischen Regeln zur Bankenabwicklung greifen, da dann auch auf Inhaber grosser Sparguthaben und vorrangiger Anleihen Verluste zukommen würden.

Intesa sei zur Übernahme der gesunden Teile der Kriseninstitute nur bereit, wenn sichergestellt sei, dass die Bank weder für Forderungen vor der Übernahme noch für Sanierungskosten geradestehen muss. Das müsse rechtlich verbindlich sichergestellt werden, erklärte die Bank. Auch dürfe der Kauf weder die Eigenkapitalquote noch die Dividendenzahlungen belasten. Eine Kapitalerhöhung sei damit ausgeschlossen.

(AWP)