Investor AOC fordert von Stada klare Produktstrategie und Kostensenkungen

Der Arzneimittelhersteller Stada wird von seinem Aktionär Active Ownership Capital (AOC), der gut fünf Prozent der Aktien hält, weiter unter Druck gesetzt. "Es muss ersichtlich sein, welches Produkt bis wann welche Umsatz- und Ergebnisziele in welchen Märkten erreichen soll", sagte AOC-Mitgründer Florian Schuhbauer der "WirtschaftsWoche" (WiWo/Freitag). Ihm gehe es um eine klarere Produktstrategie und deutliche Kostensenkungen. Allein im Einkauf könnte der Pharmakonzern die Kosten noch um gut zehn Prozent senken. Bis Ende Februar 2017, so der AOC-Vertreter, solle ein detaillierter Verbesserungsplan stehen und zügig umgesetzt werden, am besten mithilfe eines externen Beraters.
06.01.2017 08:19

Die Gewinnprognose von Stada, den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 390 Millionen Euro im Jahr 2015 bis 2019 auf 510 Millionen Euro zu steigern, hält AOC für eher konservativ.

Stada steht Spekulationen zufolge seit längerem im Fokus von Finanzinvestoren und grossen Pharmafirmen. Übernahmefantasie sorgt dabei immer wieder für Kursreaktionen. Seit Februar 2016 ist die Aktie von rund 30 Euro auf gut 50 Euro gestiegen. Entfacht wurden die Spekulationen vor allem durch den Einstieg des Investors AOC, der den Konzern im Sommer kräftig aufmischte. Auf der Hauptversammlung Ende August brachte AOC den bisherigen Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall./stk/men

(AWP)