Investor will Kleinanleger zum Verkauf restlicher GfK-Aktien drängen

Der US-Investor KKR will nun auch die verbliebenen GfK -Kleinanleger zum Verkauf ihrer Aktien an dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen drängen. Ein entsprechendes Verlangen habe KKR am Donnerstag dem Vorstand des Unternehmens unterbreitet, teilte die GfK SE mit.
30.03.2017 19:25

Formal soll das sogenannte Squeeze-Out-Verfahren, bei dem die wenigen verbliebenen Minderheitsaktionäre zum Verkauf ihrer Wertpapiere gezwungen werden, bei der nächsten Hauptversammlung beschlossen werden. Damit wäre der Weg frei, die GfK von der Börse zu nehmen. Sie war bis vor kurzem noch im SDax notiert, dem Börsensegment kleinerer Werte.

Der KKR-Fonds Acceleratio Capital hatte nach einem Übernahmeangebot zusammen mit dem Mehrheitseigner GfK-Verein 75 Prozent der GfK-Papiere besessen. Ausserbörslich erwarb der Fonds darüber hinaus 20,9 Prozent der GfK-Aktien; GfK Verein und Acceleratio Capital halten seitdem 96,7 Prozent des GfK-Grundkapitals. Für einen Squeeze-Out sind mindestens 95 Prozent der Anteile Voraussetzung.

Dem Marktforschungsunternehmen GfK macht seit längerem die wachsende Konkurrenz von Billiganbietern zu schaffen. Der GfK-Verein, über den rund 600 Firmen, Kammern und Einzelpersonen an dem Nürnberger Marktforscher beteiligt sind, sah sich deshalb Ende vergangenen Jahres dazu gezwungen, einen Investor ins Boot zu holen. KKR war wegen der Erfahrung in der Branche der Wunschkandidat./kts/DP/tos

(AWP)