IPO: Börsengang von Knorr-Bremse könnte bis zu 4,2 Milliarden Euro erreichen

Der Börsengang des Bremsenherstellers Knorr-Bremse soll der Eigentümerfamilie Thiele bis zu 4,2 Milliarden Euro einbringen. Die Anteilseigner wollen bis zu 30 Prozent der Papiere zum Stückpreis von 72 bis 87 Euro bei Anlegern platzieren, wie Knorr-Bremse am Freitag in München mitteilte.
28.09.2018 09:18

Das Angebot soll vom 1. bis 11. Oktober gelten, der erste Handelstag im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 12. Oktober geplant. Sollten alle gut 35 Millionen Aktien aus dem Basisangebot, gut 8 Millionen aus der Aufstockungsoption und fast 5,3 Millionen aus der Greenshoe-Option zum Höchstpreis an den Mann gebracht werden, wäre der Börsengang damit ähnlich gross wie derjenige der Siemens Medizintechnik. Dieser hatte im März ebenfalls 4,2 Milliarden Euro eingebracht.

Knorr-Bremse hatte die Börsenpläne vor gut einer Woche bestätigt und dabei zunächst das vierte Quartal als Zeitraum für den Börsengang genannt. Bereits da war klar, dass lediglich Aktien aus dem Besitz des Mehrheitsaktionärs Heinz Hermann Thiele und seiner Familie platziert werden. Dem Unternehmen selbst fliesst somit kein Geld zu. Seit gut einem Jahr war ein Börsengang bei dem Bremsenspezialisten immer wieder im Gespräch.

Knorr-Bremse stellt Bremsen für Züge und Lkw her. Daneben hat das Unternehmen unter anderem Zugtüren, Heizungs- und Lüftungssysteme im Angebot./stw/tav

(AWP)