Irische CRH baut auf gute Geschäfte in Amerika und Europa

Der irische Baukonzern CRH sieht sich nach einem unerwartet guten Jahr 2017 weiter im Aufwind. "Wir glauben, dass 2018 ein Jahr mit weiteren Fortschritten für die Gruppe wird", sagte Konzernchef Albert Manifold am Donnerstag in Dublin. CRH sei gut aufgestellt, um von der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung zu profitieren. "Unser Fokus liegt weiter auf der Konsolidierung." CRH werde auf dem Vorsprung aufbauen, "den wir 2017 gemacht haben." An der Londoner Börse zog die Aktie am Morgen um mehr als 3 Prozent an.
01.03.2018 11:00

Seit 2013, als CRH in die roten Zahlen gerutscht war, hat sich der Konzern kontinuierlich nach oben gearbeitet. Gute Geschäfte in Amerika und eine weiter anziehende Dynamik in Europa hatten im vergangenen Jahr den Iren zu einem neuerlichen Ergebnisanstieg verholfen. Im Berichtszeitraum stieg das für Analysten massgebliche Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf vergleichbarer Basis um 3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Die Erlöse lagen mit 27,6 Milliarden Euro um 2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Mit ihren Kennziffern konnten die Iren die Markterwartungen teils noch toppen. Robert Gardiner vom Analysehaus Davy machte hierfür vor allem die sich verbessernde Dynamik im Europageschäft verantwortlich, das CRH im vergangenen Jahr teilweise neu organisiert hatte. Zudem lobte der Experte die weiter steigenden Margen.

Im laufenden Jahr rechnet sich CRH weitere Fortschritte in seinem Amerika-Geschäft aus. Und auch in Europa glauben die Iren, von einer steigenden Nachfrage im Wohnungsbereich profitieren zu können. Wermutstropfen bleibt wohl das Asien-Geschäft. Dies bleibe trotz eines sich leicht stabilisierenden Zementmarkts weiter herausfordernd./tav/la/das

(AWP)