Irlands Ex-Krisenbank AIB plant 2017 Neustart an der Börse

Fast ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise soll das verstaatlichte Geldhaus Allied Irish Banks (AIB) an die Börse gehen. Die Regierung in Dublin peilt eine Aktienemission noch in diesem Jahr an. Finanzminister Michael Noonan sagte am Donnerstag, die gute Entwicklung des Instituts lasse diesen Schritt zu.
02.03.2017 15:33

Es werde erwogen, ein Aktienpaket von 25 Prozent an den Markt zu bringen, erklärte Noonan. Dieses wäre fast drei Milliarden Euro schwer, gemessen an einer Gesamtbewertung der Bank, die Ende vergangenen Jahres 11,3 Milliarden ergab. Damit stünde AIB für einer der grössten Bankbörsengänge in Europa seit der globalen Krise 2008.

Die Bank war damals in Schieflage geraten. 2009 wurde es vom Staat gerettet und anschliessend nahezu komplett übernommen. Insgesamt musste der Steuerzahler mit 21 Milliarden Euro für AIB aufkommen. Nach jahrelanger Sanierung und einem Vorsteuergewinn von 1,7 Milliarden Euro 2016 sieht sich das Institut wieder in der Lage, eine "moderate" Dividende von 250 Millionen Euro zu zahlen.

Es ist die erste vom Staat aufgefangene irische Bank, die eine Ausschüttung vorschlägt. Hauptkonkurrent Bank of Ireland, der sich lediglich zu 14 Prozent der öffentlichen Hand gehört, will damit erst kommendes Jahr beginnen.

(AWP)