Italienische Bankengruppe Intesa startet besser als gedacht ins Jahr

Die italienische Grossbank Intesa Sanpaolo hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. Dabei profitierte das Unternehmen von steigenden Gebühren, sinkenden Kosten und einer besseren Qualität der vergebenen Kredite. Der Nettogewinn stieg daher von 806 Millionen auf 901 Millionen Euro, wie Intesa am Freitag mitteilte. Das lag deutlich über den Prognosen der Analysten, die im Schnitt 768 Millionen Euro erwartet hatten.
05.05.2017 14:10

Dabei kann Intesa auf eine robuste Kapitalbasis blicken: Die für Banken wichtige Eigenkapitalrendite erreichte 12,9 Prozent und lag damit über den Anforderungen der Bankenaufseher, wie es hiess.

Die Nettozinseinnahmen stiegen im Quartal um 0,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Die Provisionserlöse legten um 10 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro zu, getrieben von einer robusten Erholung in der Vermögensverwaltung, die Nettozuflüsse von rund 5,3 Milliarden Euro erzielte.

Die Rückstellungen für faule Kredite blieben mit 695 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil. Sie fielen aber deutlich niedriger aus als im vierten Quartal, als sich die Rückstellungen auf knapp 1,2 Milliarden Euro beliefen.

Die Bank kündigte an, ihre Rentabilität im laufenden Jahr zu verbessern. Dazu sollen steigende Einnahmen und ein striktes Kostenmanagement beitragen. Ein Nettogewinn aus dem Verkauf der Tochter Allfunds von rund 800 Millionen Euro soll in der zweiten Jahreshälfte verbucht werden. Zudem bekräftigte Intesa ihre Dividendenpolitik. Das Unternehmen will für den Zeitraum von 2014 bis 2017 insgesamt rund 10 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten./nas/stw/stb

(AWP)