Italienische HeidelbergCement-Tochter will sich gegen Kartellstrafe wehren

Der Zementkonzern HeidelbergCement hat Probleme mit der italienischen Kartellbehörde. Die Behörde verhängte gegen die italienische Tochter Italcementi wegen Preisabsprachen eine Geldstrafe in Höhe von 84 Millionen Euro. Italcementi werde Rechtsmittel gegen die Entscheidung und das Bussgeld einlegen, teilte HeidelbergCement in der Nacht zum Dienstag mit. Dem italienischen Unternehmen wird vorgeworfen, Preise für Grauzement von Juni 2011 bis Januar 2016 in Italien mit Wettbewerbern abgesprochen zu haben. HeidelbergCement hatte den italienischen Konkurrenten im dritten Quartal 2016 für rund 3,7 Milliarden Euro übernommen.
08.08.2017 08:48

Italcementi sei fest davon überzeugt, dass das Unternehmen unter vollständiger Einhaltung geltender Kartellgesetze gehandelt zu haben, hiess es weiter. Deshalb gehe Italcementi davon aus, dass die Vorwürfe der Behörde sowohl in sachlicher als auch in rechtlicher Hinsicht unbegründet seien. HeidelbergCement hat sich nach eigenen Angaben im Anteilskaufvertrag mit den damaligen Haupteigentümer, der Finanzholding Italmobiliare der Familie Pesenti, gegen derartige Risiken abgesichert./mne/jha/fbr

(AWP)