Jeder zehnte Hartz-IV-Bezieher schon seit 2005 im Hilfssystem

Mehr als jeder zehnte Hartz-IV-Empfänger ist seit der Arbeitsmarktreform 2005 dauerhaft auf die Grundsicherung für Arbeitssuchende angewiesen. Rund 470 000 von insgesamt 4,25 Millionen erwerbsfähigen Leistungsbeziehern bekamen bis Ende 2017 ununterbrochen Geld vom Amt, wie aus einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht. Das entspricht einem Anteil elf Prozent.
11.10.2018 13:56

"Dauerhaft" heisst nach der BA-Definition, dass der Leistungsbezug nicht länger als 31 Tage unterbrochen wurde. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstag) über die Auswertung für die Konrad-Adenauer-Stiftung berichtet.

Zum Jahreswechsel 2004/2005 trat die nach dem früheren VW -Arbeitsdirektor Peter Hartz benannte Arbeitsmarktreform der rot-grünen Koalition in Kraft. Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes wurde gekürzt, die Unterstützung für Langzeitarbeitslose auf das Niveau der Sozialhilfe gesenkt - durch Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum neuen Arbeitslosengeld II./bak/DP/mis

(AWP)