Jungfraubahn erwirtschaftet 2016 weniger Gewinn - Erhöhte Dividende

(durchgehend ergänzt und erweitert) - Die Jungfraubahn-Gruppe hat im vergangenen Jahr nicht mehr ganz an das Rekordjahr 2015 anknüpfen können. Sowohl der Betriebsertrag wie der Gewinn blieben hinter dem Vorjahr zurück. Der Generalversammlung wird dennoch die Ausschüttung einer um 5% auf 2,10 CHF erhöhten Dividende je Aktie vorgeschlagen.
19.04.2017 08:41

Der Gewinn ging im Geschäftsjahr 2016 um 15% auf 30,9 Mio CHF zurück. Dies bedeute aber immer noch das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte, teilt das Bergbahnunternehmen am Mittwoch mit. Der Betriebsertrag lag derweil mit 169 Mio um 3,7% unter dem Vorjahr. Bereits Anfang März hatte die Gruppe einen um 6% tieferen Verkehrsertrag von 126 Mio CHF gemeldet.

WINTERSPORT WEITERHIN RÜCKLÄUFIG

Im wichtigsten Geschäftsfeld "Jungfraujoch-Top of Europe" resultierte beim Nettoumsatz ein Minus von 5,7% auf 110,9 Mio CHF. Auf dem Jungfraujoch gingen die Besucherzahlen gegenüber dem Rekordjahr 2015 um 9% zurück. Mit 916'500 Gästen lagen sie wieder unterhalb der Millionengrenze. Der Verkehrsertrag reduzierte sich dabei um 7,6% auf 100,3 Mio CHF.

Im Wintersport gingen die Verkehrserträge 2016 wegen rückläufiger Eintritte noch deutlicher zurück, und zwar um 10,9% auf 19,6 Mio CHF und der Nettoumsatz lag mit 24,2 Mio um 9,8% unter dem Vorjahr. Auch in der Wintersaison 2016/17 bis Mitte April hätten sich Eintritte gegenüber dem Vorjahr um 8,1% verringert, heisst es.

Dagegen hat sich das Geschäftsfeld "Erlebnisberge", das den Verkehr auf den Harder Kulm, nach First und Winteregg-Mürren umfasst, positiv entwickelt. Der Verkehrsertrag wuchs um 16,8% auf 13,3 Mio CHF und der Nettoumsatz gar um 18,3% auf 18,4 Mio.

HÖHERE INVESTITIONEN FÜR V-BAHN-PROJEKT

Im Berichtsjahr investierten die Jungfraubahnen 50 Mio CHF, einen Grossteil davon für die Beschaffung von neuem Rollmaterial und für das Projekt V-Bahn. Dank diesem Projekt sollen die Reisezeiten verkürzt und der Komfort der Reisenden erhöht werden. Bis Ende 2016 wurden insgesamt mehr als 100 Mio CHF für das Grossprojekt ausgegeben.

Neu veranschlagt die Jungfraubahn-Gruppe die Höhe ihrer Investitionen in das Projekt auf 300 Mio CHF. Zuvor war das Unternehmen noch von einem Anteil von 250 Mio ausgegangen. Der Anstieg von 20% sei auf zusätzliche Ausgaben für die Betriebssicherheit und Behindertengerechtigkeit zurückzuführen, heisst es. "Bei optimalem Verfahrensablauf" soll der "Eiger-Express" als Teil des Gesamtprojekts per Ende 2019 eröffnet werden.

Mit dem Start ins laufende Jahr zeigt sich das Unternehmen zufrieden. Die Besucherfrequenzen auf dem Jungfraujoch hätten per 15. April gegenüber dem Vorjahr um 25,9% zugenommen, so die Meldung. Damit lägen die Besucherzahlen auch oberhalb des Rekordjahrs 2015.

an/tp

(AWP)