Jungfraubahn mit kräftigem Ertragssprung dank Nachfrage aus Asien

Die Jungfraubahn-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2017 von einer wieder deutlich erstarkten Nachfrage aus Asien profitiert. Der Betriebsertrag stieg um 17% auf 92,2 Mio CHF und auch der Verkehrsertrag legte um 17% auf 68,9 Mio zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde mit 21,2 Mio fast verdoppelt. Dies sei insbesondere einer Zunahme beim Gruppengeschäft zu verdanken. Unter dem Strich resultierte ein um gut 59% höherer Reingewinn von 16,9 Mio CHF.
07.09.2017 08:03

Mit diesen Zahlen hat die Gesellschaft die Schätzungen der Analysten deutlich übertroffen. Die Experten von Research Partners und Vontobel hatten im Vorfeld mit einem Betriebsertrag von 82,0 Mio bzw. 83,7 Mio CHF, einem EBIT von 16,0 Mio bzw. 15,3 Mio und einem Reingewinn von 12,7 bzw. 12,0 Mio gerechnet.

Insgesamt reisten im ersten Halbjahr 464'000 Besuch der zur Hauptattraktion, dem Jungfraujoch. Mit einem Plus von 24% gegenüber dem Vorjahr sei dies das bisher beste Ergebnis.

Das V-Bahnprojekt bleibe derweil das strategische Hauptprojekt des Unternehmens, heisst es weiter. Derzeit hofft die Gruppe auf eine zeitnahe Erledigung der Einsprachen, um den Gesamtbauentscheid im Frühjahr 2018 zu erhalten und die 3S-Bahn "Eiger Express" Ende 2020 zu eröffnen.

Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr gibt das Unternehmen nicht, man sei für das zweite Halbjahr gut positioniert, heisst es im Halbjahresbericht. Dies sei der starken Stellung auf den interkontinentalen Wachstumsmärkten sowie der Diversifikation der Gästeströme zu verdanken.

dm/rw/ra

(AWP)