Weniger Touristen - Jungfraubahn spürt Terrorangst

Die Jungfraubahn-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 einen Rückgang des Verkehrsertrags verzeichnet. Insgesamt reisten 10 Prozent weniger Gäste zum «Top of Europe».
28.02.2017 08:04
Die Jungfraubahn mit Eiger und Mönch im Hintergrund.
Die Jungfraubahn mit Eiger und Mönch im Hintergrund.
Bild: ZVG

Dieser sank um 6% auf 126 Mio CHF. Das Unternehmen schreibt in einer Mitteilung vom Dienstag von einem herausfordernden Geschäftsjahr. Es sei aber dennoch der zweithöchste Verkehrsertrag in der Geschichte erzielt worden nach dem Rekord im Vorjahr.

Der Verkehrsertrag beim Segment Jungfraujoch ging um 7,6% auf 100,3 Mio CHF zurück. Die Terroranschläge in Europa, die Unruhen in der Türkei sowie die Flüchtlingsthematik hätten sich spürbar auf die Besucherzahlen ausgewirkt - insbesondere auf das Gruppengeschäft aus Asien. Die Bearbeitung der asiatischen Märkte sei nochmals intensiviert worden. Insgesamt reisten 916'500 Gäste zum "Top of Europe", was einem Rückgang um 9% zum Rekordjahr 2015 entspricht.

Beim Segment Wintersport ging der Verkehrsertrag um 11% auf 19,6 Mio CHF zurück. Das Ergebnis für die Jungfrau Ski Region fiel von Jahresbeginn 2016 bis zum Saisonschluss im Frühling 2016 unterdurchschnittlich aus, wie es heisst. Trotz guter Pistenverhältnisse seien sowohl bei den Tages- als auch bei den Feriengästen rückläufige Besucherzahlen verzeichnet worden.

Bei den Erlebnisbergen, welche den Ausflugsverkehr auf den Harder Kulm, nach First und Winteregg-Mürren umfassen, seien durchwegs positive Ergebnisse registriert worden. Der Verkehrsertrag stieg insgesamt um 17% auf 13,3 Mio CHF. Die Firstbahn verzeichnete ein Plus beim Verkehrsertrag von 23%, die Harderbahn von 17% und die Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren von 6,1%.

Umfeld weiterhin herausfordernd

Der Start ins Geschäftsjahr 2017 verlief den Angaben zufolge beim Segment Jungfraujoch erfreulich. Vom 1. Januar bis 15. Februar 2017 besuchten rund 61'000 Gäste das "Top of Europe", womit das Jahr 2015 um knapp 40% übertroffen worden sei.

Wie erwartet gestalte sich das Wintersportgeschäft weiterhin herausfordernd. Die Rückgänge der letzten Jahre setzen sich fort, wie es heisst. Es sei ein schwieriger Start in die laufende Saison gewesen, welcher auch durch ein ansprechendes Saisonende nicht mehr wettzumachen sei.

(AWP)