Kardex wächst profitabel und verdient mehr - Auftragsbestand weiterhin gut

(Ausführliche Fassung ergänzt um weitere Details) - Das Lagerlogistik-Unternehmen Kardex hat im Geschäftsjahr 2016 mehr Umsatz und Gewinn erzielt. Die Division Kardex Remstar verbuchte ein Rekordergebnis und dem Segment Mlog gelang laut dem Management die "Rückkehr auf einen soliden Wachstumspfad". Nun sollen die Aktionäre in den Genuss einer höheren Dividende kommen.
08.03.2017 09:25

In der Berichtsperiode sei die gesamte Gruppe profitabel gewachsen, teilte Kardex am Mittwoch mit. Der Umsatz lag mit 358,5 Mio EUR um 6,1% über dem Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um 11,3% auf 41,3 Mio EUR. Unter dem Strich resultierte ein um 8,1% höherer Reingewinn von 30,8 Mio EUR. Dem guten Geschäftsverlauf entsprechend sollen die Aktionäre eine um 0,30 CHF höhere Dividende von 3,30 CHF erhalten. Der aktuelle Nennwert der Kardex-Titel von 7,35 CHF erlaube zudem Spielraum für weitere steuerfreie Ausschüttungen.

Mit dem vorgelegten Zahlenkranz liegt Kardex aber zumindest beim Umsatz am unteren Rand der Analysten-Schätzungen, bei den Gewinnzahlen hat das Unternehmen die Prognosen allerdings leicht übertroffen.

GUT GEFÜLLTES ORDERBUCH

Das Unternehmen konnte im vergangenen Jahr einen Bestellungseingang von 373,6 Mio EUR verbuchen, was einem Anstieg von 6,9% entsprach. Ein deutlich höherer Auftragseingang bei Kardex Mlog und eine kontinuierlich steigende Nachfrage bei Kardex Remstar seien der Grund dafür, so die Mitteilung.

Die Division Kardex Remstar konnte den Umsatz um 3,9% auf 283,9 Mio EUR erhöhen, der Betriebsgewinn (EBIT) erreichte mit 40,3 Mio EUR respektive einer EBIT-Marge von 14,2% einen neuen Höchststand. Die Margenverbesserung sei durch Volumeneffekte, einen verbesserten Umsatzmix und ein gutes Kostenmanagement begünstigt worden, hiess es zur Begründung.

Die Division Mlog verbesserte den Umsatz um 16% auf 75,1 Mio EUR. Das Betriebsergebnis erhöhte sich auf 3,8 Mio EUR (VJ 3,4 Mio), was einer EBIT-Marge von 5,1% entsprach. Nun liege der Fokus in den kommenden Jahren auf "Operational Excellence", um die Profitabilität im definierten Zielkorridor (EBIT-Marge 4-6% über den Zyklus) zu festigen, wurde betont.

DEBITOREN UND INVESTITIONEN DRÜCKEN CASH FLOW

Einhergehend mit dem höheren Umsatz stiegen derweil die Marktbearbeitungskosten und der Personalaufwand. Der Personalbestand der Gruppe erhöhte sich laut Kardex um 43 Vollzeitstellen und betrug per Ende 2016 1'552 Mitarbeitende. Auch die Investitionen für Produktentwicklungen seien strategiekonform erneut erhöht worden und betrugen in der Berichtsperiode wie schon im Jahr zuvor 2,8% des Umsatzes. Insgesamt nahm der Betriebsaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 1,6% auf 87,1 Mio EUR zu.

Im Hinblick auf die Finanzlage des Unternehmens betont das Management, dass die Gruppe schuldenfrei sei und keine potenziellen Abschreibungsrisiken aufweise. Die Eigenkapitalquote von 59,6% (VJ 58,7%) und einen Netto Cash Bestand von 105,7 Mio EUR (VJ 112,3 Mio) spreche für eine solide Basis. Die um 24% höheren Debitorenbestände von 59,6 Mio CHF sowie die geringeren Vorauszahlungen, erklären laut Mitteilung den tieferen Free Cash Flow von 16,4 Mio EUR (VJ 42,7 Mio).

In das laufende Jahr 2017 blicken die Kardex-Verantwortlichen zuversichtlich. Das Unternehmen sei in beiden Divisionen gut positioniert, um das "weiterhin positive Marktpotenzial" auszuschöpfen. Insbesondere verweisen sie auf den guten Auftragsbestand und das "Stabilität verleihende" Servicegeschäft. Insgesamt werde eine positive Weiterentwicklung der Gruppe im Rahmen der kommunizierten Finanzziele erwartet.

An der Börse kommen die Zahlen bis anhin sehr gut an. Die Kardex-Titel steigen in der Eröffnung um +7,8% auf 112,10 CHF und übertreffen damit ihr Allzeithoch von letzter Woche deutlich. Der SPI notiert derweil kaum verändert.

sta/rw

(AWP)