Keine Übernahme in Sicht: Allianz steuert auf Aktienrückkauf zu

MÜNCHEN (awp international) - Die Aktionäre der Allianz können sich voraussichtlich auf einen milliardenschweren Aktienrückkauf freuen. Europas grösster Versicherer verfüge derzeit über ein Budget von rund 2,5 Milliarden Euro, das eigentlich für die Übernahme anderer Unternehmen gedacht ist, sagte Finanzchef Dieter Wemmer am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen in München. Sollte sich bis Jahresende kein geeignetes Übernahmeziel finden, werde der Dax-Konzern das Geld wie geplant in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Diesen Schritt werde das Unternehmen spätestens bei der Vorlage der Jahresbilanz am 17. Februar 2017 bekanntgeben.
11.11.2016 09:51

Wemmer zufolge spricht die Allianz zwar praktisch jede Woche über mögliche Zukäufe. Allerdings seien die Preise für geeignete Übernahmeziele weiterhin sehr hoch. Die Allianz hatte Ende 2014 beschlossen, ab Ende 2016 alle drei Jahre zu prüfen, ob ihr für Zukäufe vorgesehene Budget in dieser Höhe nötig ist. Andernfalls soll das Geld "in geeigneter Form" an die Aktionäre zurückfliessen - etwa über Sonderdividenden oder Aktienrückkäufe. Die Allianz steckt jeweils ein Fünftel ihres Jahresgewinns ins Übernahmebudget./stw/enl/stb

(AWP)