KMU-Verwaltungsräte verdienen laut Studie seit 2014 im Schnitt 12% weniger

Die Vergütungen von KMU-Verwaltungsräten sind seit 2014 laut einer Studie des Wirtschaftsprüfers BDO um durchschnittlich 12% auf 22'000 CHF gesunken. Begründet wird der Rückgang vor allem durch geringere oder ausbleibende Erfolgshonorare sowie dem freiwilligen Verzicht auf Teile der Entschädigung durch die KMU-Besitzer selbst.
17.05.2017 09:30

Hinzu kommen laut der Studie sinkende Entschädigungen bei Neubesetzungen von VR-Positionen sowie allgemein geringere Vergütungen in jungen Unternehmen. Weitestgehend stabil geblieben sei dagegen die Entschädigungen von ordentlichen VR-Mitgliedern, da diese seltener eine Erfolgsbeteiligung erhielten und nur in wenigen Fällen Eigentümer der Unternehmen seien.

Zudem sieht die Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität St. Gallen durchgeführt wurde, Handlungsbedarfs bezüglich der Struktur von Verwaltungsräten. Denn nur 40% aller VR-Präsidenten und VR-Mitglieder hätten mehr als ein Mandat.

Die Praxis zeige aber, dass Verwaltungsräte mit mehreren Mandaten die Geschäftsleitung vermehrt hinterfragten und somit einen relevanten Beitrag zur Unternehmensperformance leisteten. "Insbesondere bei Familienunternehmen wird dies zu wenig berücksichtigt", lässt sich Werner Schiesser, CEO von BDO, in der Mitteilung zitieren.

Ausserdem sei der Frauenanteil in den Gremien leicht rückläufig und beträgt noch 14%, 2014 waren es 15%. Der höchste Frauenanteil haben Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitenden, da bei Unternehmen dieser Grösse meist Familienmitglieder im Verwaltungsrat tätig seien.

sta/rw

(AWP)