KOF Beschäftigungsindikator leicht erholt - Aber weiterhin negativ

Der Aufschwung am Schweizer Arbeitsmarkt lässt gemäss dem KOF-Beschäftigungsindikator weiterhin auf sich warten. Der Indikator, der eine frühe Einschätzung der Lage auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen soll, hat sich im Januar auf -2,1 Punkte verbessert, nach revidierten -3,1 Zählern im Oktober.
06.02.2017 09:30

Der Indikator weist nun bereits seit zwei Jahren einen negativen Wert auf. Und seit eineinhalb Jahren hielten sich die Unternehmen in der Schweiz mit einem Stellenaufbau zurück, teilt die KOF am Donnerstag mit. Der Beschäftigungsindikator deute darauf hin, dass sich dies auch in den kommenden Monaten nicht ändern dürfte.

Die Beschäftigungsaussichten sind laut den KOF-Ökonomen in vielen Branchen durchzogen. Ausgeprägt sei die Zurückhaltung bei der Schaffung neuer Stellen bei den befragten Industrieunternehmen, im Gastgewerbe und bei den Banken und Versicherungen. Unerfreulich seien auch die Beschäftigungsaussichten im Gross- und Detailhandel. Hier scheine der Frankenschock immer noch nicht verdaut zu sein; vielmehr sei in den nächsten Monaten mit einem leichten Stellenabbau zu rechnen.

Einziger Lichtblick sind laut KOF die Umfrageergebnisse bei den übrigen Dienstleistern, wozu unter anderem Betriebe des Verkehrs-, des Gesundheits- und des Sozialwesens gezählt werden. Hier liege der Branchenindikator recht deutlich im positiven Bereich.

Der KOF Beschäftigungsindikator wird aus den vierteljährlichen Konjunkturumfragen berechnet, wobei laut den Angaben 4'500 Firmen an der Befragung im Januar teilnahmen. Die Firmen werden unter anderem gefragt, wie sie ihren aktuellen Beschäftigungstand einschätzen und ob sie planen, in den nächsten drei Monaten Stellen auf- oder abzubauen. Der negative Wert des Indikators ergibt sich, weil eine Mehrzahl der Firmen ihren Beschäftigungsbestand eher als zu hoch empfindet und nicht plant, in naher Zukunft Stellen zu schaffen.

ra/uh

(AWP)