Komplettverkauf von Browser-Anbieter Opera nach China gescheitert

Oslo (awp/sda/reu) - Ein geplanter Komplettverkauf des norwegischen Webbrowser-Anbieters Opera Software nach China ist nach Angaben des Unternehmens vom Tisch. Die Übernahme im Volumen von 1,24 Milliarden Dollar sei gescheitert, teilte der Konzern am Montag in Oslo mit.
18.07.2016 10:46

Stattdessen sollen für 600 Millionen Dollar nur Firmenteile an das Konsortium aus der Volksrepublik verkauft werden. Dazu gehört auch das Geschäft mit Browsern für PCs und Smartphones. Zu den Käufern zählen die Sicherheitsfirma Qihoo 360 und der Spieleanbieter Beijing Kunlun Tech.

Warum der komplette Verkauf scheiterte, war unklar. Opera erklärte lediglich, die Bedingungen für einen Abschluss seien nicht erfüllt worden. Knackpunkt könnte die Zustimmung der Behörden in den USA und China gewesen sein. Opera hatte in der vergangenen Woche gewarnt, dass die Genehmigung noch aussteht, aber keine Details genannt. Zu den Firmenteilen, die bei Opera bleiben, gehören die Werbesparte und das Fernsehgeschäft. Opera-Aktionäre reagierten enttäuscht auf die Nachricht: Die Aktie fiel in Oslo am Vormittag um mehr als 14 Prozent.

(AWP)