Konsumgüterkonzern Unilever kann auf Schwellenländer bauen

LONDON/AMSTERDAM (awp international) - Der Konsumgüterhersteller Unilever hat in der ersten Jahreshälfte eine schwächere Nachfrage in Europa durch Zuwächse in den Schwellenländern wettmachen können. Aus eigener Kraft und ohne Währungseffekte stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten konzernweit um 4,7 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Vor allem neue Deos aber auch Eiscreme-Verkäufe trugen dazu bei. Nimmt man die Währungsschwankungen hinzu, nahmen die Erlöse hingegen ab. Die Erwartungen der Analysten konnte der Hersteller von Dove-Seife, Magnum-Eis oder Knorr-Fertiggerichten dennoch übertreffen. Diese hatten mehrheitlich damit gerechnet, dass sich das organische Wachstum im zweiten Quartal abschwächt.
21.07.2016 08:40

Die Verbrauchernachfrage sei schwach und er sehe keine Anzeichen, dass sich das wirtschaftliche Umfeld in diesem Jahr aufhellen werde, sagte Konzernchef Paul Polman. Geholfen hatten Unilever unter diesen schwierigen Bedingungen unter anderem neue Produktvarianten, durch die sich in der Regel auch höhere Preise durchsetzen lassen. Unter dem Strich legte der Halbjahresgewinn um zwei Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu./she/men

(AWP)