Konzernchef Cryan sieht Deutsche Bank im Aufwind

Die Geschäfte bei der Deutschen Bank ziehen nach Aussagen von Konzernchef John Cryan an. Er sehe nach dem Jahresstart "den Aufwärtstrend bestätigt", sagte Cryan am Donnerstag laut Redetext auf der Hauptversammlung in Frankfurt. "Auf zahlreichen Feldern läuft das Geschäft vielversprechend." Als Beispiel führte er Börsengänge in den USA an, wo die Deutsche Bank im ersten Quartal die Nummer eins gewesen sei. Zudem, so Cryan: "Uns fliessen wieder Kundengelder zu - sowohl in der Privat- und Firmenkundenbank als auch bei der Deutschen Asset Management."
18.05.2017 10:39

Die Deutsche Bank hatte zwei Jahre hintereinander Milliardenverluste eingefahren, vor allem wegen teurer Rechtsstreitigkeiten. 2017 sei ein "weiteres Jahr des Umbaus, aber unter besseren Vorzeichen", sagte Cryan. "Wir sehen bessere Ertragschancen, auch dank einer leichten konjunkturellen Erholung in Europa und einer robusten US-Wirtschaft." Problem seien aber weiterhin die niedrigen Zinsen.

Für die Jahre 2015 und 2016 sollen die Aktionäre eine Mini-Dividende von insgesamt 19 Eurocent je Aktie erhalten. Eigentlich wollte die Deutsche Bank angesichts der Milliardenverluste ganz auf eine Ausschüttung verzichten, doch Aktionäre hatten die Entscheidung von der letztjährigen Hauptversammlung rechtlich angegriffen. Mit der Zahlung der Mindestdividende solle ein jahrelanger Rechtsstreit verhindert werden sagte Cryan. "Mit dieser Mindestdividende bleiben wir natürlich weit entfernt von unserem Anspruch." Für das Geschäftsjahr 2018 wolle die Deutsche Bank zu einer "wettbewerbsfähigen Ausschüttungsquote" zurückkehren, versprach Cryan./das/ben/stb

(AWP)