Konzernumbau belastet britische Grossbank Barclays

London (awp/sda/reu) - Der kostspielige Umbau bremst die krisengeplagte britische Grossbank Barclays. Der Vorsteuergewinn fiel im ersten Halbjahr um 20 Prozent auf zwei Milliarden Pfund (2,59 Milliarden Franken).
29.07.2016 09:27

Dabei wirkten sich vor allem die Sonderkosten für die Restrukturierung negativ aus ebenso wie der geplante Verkauf von Geschäftsteilen, wie das Institut am Freitag mitteilte.

Bereinigt um solche Sonderfaktoren legte der Gewinn im Kerngeschäft um 19 Prozent auf 2,4 Milliarden Pfund zu. Der neue Bankchef Jes Staley sagte, das stimme ihn positiv. Es gebe keinen Grund, die Pläne des Geldhauses zu ändern. Er will die Bank schlanker machen und die Skandale der Vergangenheit abhaken.

Neben dem Heimatmarkt will sich Barclays vor allem noch auf die USA konzentrieren und damit eine transatlantische Bank sein. Zum Verkauf stehen unter anderem Aktivitäten in Europa und Afrika.

Das Institut betonte zudem, gut aufgestellt zu sein, um die Folgen des britischen Votums für einen EU-Austritt abfedern zu können. Der Konkurrent Lloyds hatte am Donnerstag angekündigt, wegen der Unsicherheiten nach dem Referendum weitere 3000 Stellen zu streichen und zusätzlich 200 Filialen zu schliessen.

(AWP)