Kostenanstieg und Flugausfälle: Delta Air Lines verdient erneut weniger

Die US-Fluggesellschaft Delta hat im zweiten Quartal erneut einen Gewinneinbruch verzeichnet. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 1,2 Milliarden US-Dollar (rund eine Milliarde Euro) und damit 21 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie es am Donnerstag mitteilte. Negativ wirkten sich unter anderem heftige Stürme am Konzernsitz in Atlanta Anfang April aus: Die dadurch ausgelösten rund 4000 Flugausfälle kosteten das Unternehmen vor Steuern 125 Millionen Dollar.
13.07.2017 17:30

Aber auch steigende Betriebskosten schlugen in den drei Monaten von April bis Juni zu Buche. So musste Delta wie schon im ersten Quartal mehr Geld für Treibstoff, Personal und Wartung in die Hand nehmen als noch ein Jahr zuvor. Die gesamten Kosten stiegen um 9 Prozent, während der Umsatz nur um 3 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar zulegte. Für das dritte Quartal rechnet das Management nun abseits des Treibstoffs mit einem Anstieg der Kosten je angebotenen Sitzplatzkilometer von 4 Prozent. Das ist doppelt so viel, wie das Analysehaus Stifel geschätzt hatte.

Diese Aussichten begrenzten das Profitabilitätswachstum, von dem das Management ausgegangen sei, schreibt Stifel-Analyst Joe DeNardi. Die Delta-Aktien verloren im frühen Handel der New Yorker Börse rund 1,8 Prozent an Wert und verabschiedeten sich somit von ihrem jüngsten Rekordhoch./kro/stw

(AWP)