KPMG Südafrika wegen umstrittener Geschäfte in der Kritik

Wegen Geschäften mit einer umstrittenen Unternehmerfamilie in Südafrika ist der dortige Ableger der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in die Kritik geraten. Finanzminister Malusi Gigaba forderte die Justiz auf, das Geschäftsgebaren des Unternehmens zu untersuchen. Zudem müsse jede Behörde des Landes eine eventuell bestehende Geschäftsbeziehung zu KPMG auf den Prüfstand stellen, forderte Gigaba am Freitag. "Wir sollten jetzt alle helfen, die verdorbenen Elemente auszusortieren."
22.09.2017 16:18

KPMG wird vorgeworfen, den drei Brüdern der Unternehmerfamilie Gupta, die als enge Freunde von Präsident Jacob Zuma gelten, dabei geholfen zu haben, sich regelwidrig Staatsgeschäfte zu sichern. Zudem erstellten die Wirtschaftsprüfer einen Untersuchungsbericht zur südafrikanischen Steuerbehörde und spitzte diesen sehr stark zu, um den Finanzminister zu beschädigen, den die Guptas abgelöst sehen wollten.

Die Gesellschaft hatte nach einer internen Prüfung mitgeteilt, dass dabei keine Gesetze verletzt worden seien, der Bericht aber "deutlich unterhalb der KPMG-Standards" gewesen sei. Zudem wechselte KPMG Südafrika wegen des Skandals das Topmanagement aus./jbz/DP/men

(AWP)