Kraftwerkssparte und Windgeschäft belasten Siemens im vierten Quartal

Der Technologiekonzern Siemens hat im vierten Quartal operativ Federn lassen müssen, seine Gesamtjahresziele aber erreicht. So sank das Ergebnis des industriellen Geschäfts des Ende September geendeten Quartals um 10 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dies lag unter den Erwartungen der Analysten. Verantwortlich für den Rückgang waren schwache Ergebnisse im Kraftwerksgeschäft sowie ein Verlust beim Windturbinenhersteller Siemens Gamesa.
09.11.2017 07:08

Unter dem Strich konnte Siemens seinen Gewinn jedoch dank geringerer Umbaukosten sowie positiver Einflüsse des Immobiliengeschäfts steigern. Das Nettoergebnis erhöhte sich um 10 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2017/18 erreichte der Konzern seine ausgegebenen Ziele. Der Nettogewinn stieg um 11 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Siemens will seinen Aktionären daher eine um 10 Cent erhöhte Dividende von 3,70 Euro je Aktie zahlen. Für das neue Geschäftsjahr kündigte der Konzern ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 7,20 bis 7,70 Euro nach 7,44 Euro im Vorjahr an - allerdings ohne Aufwendungen für Personalrestrukturierungen.

Besonders die Kraftwerkssparte steht wegen der schwachen Geschäfte vor harten Einschnitten. Die Arbeitnehmerverteter sollen am 16. November über Details informiert werden./nas/jha/

(AWP)