Kreise: Richemont-Marke Piaget baut in der Produktion weitere Stellen ab

Zürich (awp) - Der zur Richemont-Gruppe gehörende Uhrenhersteller Piaget nimmt einen weiteren Stellenabbau vor. Wie am Montag aus Unternehmenskreisen verlautete, sollen am Produktionsstandort im neuenburgischen Côte-aux-Fées 19 von insgesamt 84 Stellen verloren gehen. Die Mitarbeitenden seien am vergangenen Freitag über diesen Schritt informiert worden und ein Grossteil des Abbaus könne intern über die Verlegung von Arbeitskräften abgefedert werden, heisst es weiter. Dennoch müssten einige Kündigungen ausgesprochen werden. Piaget hatte bereits im April des laufenden den Abbau von 25 Stellen vorgenommen.
14.11.2016 12:29

Mit Blick auf die sich seit einigen Monaten abschwächende Nachfrage nach Luxusuhren, insbesondere in Europa nach den Terroranschlägen in Paris, Brüssel und Nizza sowie in den wichtigen Märkten Hongkong und Macau, musste die Belegschaft im Richemont-Konzern bereits deutlich reduziert werden. So hatte der Konzern mit Marken wie Cartier, JaegerLeCoultre oder Baume&Mercier bis Ende April 2016 insgesamt rund 500 Stellen abgebaut. Laut Gewerkschaftsangaben mussten dabei aber nur rund 90 Personen eine Kündigung ausgesprochen werden.

Im Sozialplan für die Richemont sei derweil von einer möglichen weiteren, gruppenweiten Reduktion von 200 bis 250 Stellen die Rede, sollte sich die Marktlage am Luxusgütermarkt nicht spürbar verbessern. Dieser Sozialplan ist noch bis zum 21. Februar 2017 in Kraft, wie AWP erfahren hat.

Ob es zu diesem weiteren Abbau kommen wird, bleibt aber offen. CEO Richard Lepeu hatte anlässlich der Bilanzmedienkonferenz im Mai erklärt, dass der Stellenabbau der Gruppe im Mai abgeschlossen wurde. Und der exekutive VR-Präsident Johann Rupert erklärte zwar anlässlich der Präsentation zum ersten Halbjahr zu Beginn des Monats November, dass die Gruppe, sei es in der Produktion oder auch im Vertrieb, schlanker aufgestellt werden müsse. "Ich spreche aber nicht von Stellenabbau", hielt Rupert dazu fest.

mk/ra

(AWP)