Kreise: Suche nach Führung für US-Notenbank offenbar beendet - kein Favorit

Wer künftig die wohl mächtigste Notenbank der Welt leiten wird, ist einem Medienbericht zufolge noch ungewiss. Es gebe noch keinen Favoriten, wohl aber eine Liste mit Kandidaten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit Bezug auf mehrere mit der Sache vertraute Personen. Diese Liste sei von Beratern des US-Präsidenten Donald Trump angefertigt worden. Die Suche nach Kandidaten für die Chefposition der US-Notenbank sei damit abgeschlossen.
04.10.2017 10:05

Laut Bloomberg ist die jetzige Fed-Chefin Janet Yellen weiterhin im Gespräch. Allerdings habe sie im engsten Beraterkreis um Trump nur wenige Unterstützer. Die übrigen kursierenden Namen sind bereits bekannt. Es handelt sich um Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn, den früheren Notenbanker Kevin Warsh und das derzeitige Notenbankmitglied Jerome Powell. Zudem wird der Ökonomieprofessor John Taylor genannt, der nicht zuletzt durch die nach ihm benannte Leitzinsregel (Taylor-Rule) bekannt geworden ist.

Neben der Spitzenposition in der Federal Reserve muss die US-Regierung zeitnah über weitere wichtige Posten innerhalb der Notenbank entscheiden. Dazu gehört die Stelle des Fed-Vizevorsitzenden wegen des vorzeitigen Abgangs des jetzigen Vizechefs Stanley Fischer. Darüber hinaus sind zwei weitere Positionen im geschäftsführenden Direktorium (Board of Governors) der Fed zu besetzen. Das Direktorium ist eine Art erweiterte Führungsspitze um den Fed-Vorsitzenden herum./bgf/jkr/men

(AWP)