Kreise: Telefonica erwägt Börsengang von O2 bis Jahresende

Der spanische Telekomkonzern Telefonica erwägt Insidern zufolge seine britische Tochter O2 bis zum Jahresende an die Börse zu bringen. Telefonica habe die Arbeit daran wieder aufgenommen und könnte noch im vierten Quartal mit einem Minderheitsanteil an die Börse gehen, sagten am Montag mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Bloomberg.
24.04.2017 19:29

Die Zeitplanung hänge von den Marktbedingungen ab, hiess es. Es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen und die Pläne könnten noch verschoben oder ganz abgesagt werden. Eine Telefonica-Sprecherin wollte zu der Angelegenheit keine Stellung nehmen.

Bereits im September hatte Verwaltungsratschef Jose Maria Alvarez-Pallete vor Journalisten gesagt, dass es einen weiteren Anlauf für einen Börsengang geben könnte, allerdings ohne konkrete Angaben zum Zeitplan zu machen. Zudem wäre demnach auch ein Teilverkauf an einen strategischen Investor möglich.

Ein erster Anlauf für den Verkauf des britischen Mobilfunk-Anbieters O2 war im Mai an der EU-Kommission gescheitert. Die Behörde hatte die geplante Milliarden-Fusion der Mobilfunk-Anbieter O2 und Three untersagt. Three gehört zum Mischkonzern Hutchison aus Hongkong. Laut Kommission wäre mit dem Zusammenschluss ein neuer Marktführer in Grossbritannien entstanden./tos/he

(AWP)