Kreise: Verkauf Tiergesundheit könnte Bayer 8 Milliarden Euro bringen

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann sich beim geplanten Verkauf seiner Sparte für Tiergesundheit offenbar über grosses Interesse freuen. Die Veräusserung des Geschäftsbereichs könnte bis zu 8 Milliarden Euro einspielen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Eine Reihe von Investmentgesellschaften wie KKR, Blackstone und Permira hätten ebenso ein Auge darauf geworfen wie andere Pharmaunternehmen.
17.03.2019 16:21

Der Verkauf der Tiergesundheit zählt zu einer umfassenden Restrukturierung, die die Leverkusener gegen Ende des vergangenen Jahres angekündigt hatten. Im Schaufenster stehen mit der Hautpflegemarke Coppertone und der Fusspflegemarke Dr. Scholl's auch Teile des Konsumenten-Geschäfts sowie der 60-Prozentige Anteil am deutschen Chemiestandort-Dienstleister Currenta. Mit dem Umbau will Bayer-Chef Werner Baumann den Konzern fit für die Zukunft machen. Dazu gehört auch ein umfangreicher Stellenabbau, dem fast 10 Prozent der Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen.

Im vergangenen Jahr brachte es die Sparte Tiergesundheit auf einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen von 358 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der gesamte Bayer-Konzern erzielte Umsätze von 39,6 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 9,5 Milliarden Euro.

Sollte der Verkauf des Bereichs tatsächlich die laut Bloomberg im Raum stehenden 8 Milliarden Euro einspielen, würden die Schätzungen vieler Analysten wohl übertroffen. Sie hatten zuletzt eher um die 6,5 bis 7,5 Milliarden Euro auf dem Zettel. Bayer kann das Geld nach dem rund 63 Milliarden Dollar (55 Mrd Euro) teuren Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto gut gebrauchen. Aber auch das Pharmageschäft muss laut Analysten weiter gestärkt werden./mis/he

(AWP)